skip to content



Was kostet die Einschaltung eines Rechtsanwaltes?


In welchen Situationen ist es sinnvoll einen Rechtsanwalt einzuschalten?

In welchen Fällen trägt eine Rechtschutzversicherung die Kosten anwaltlicher Tätigkeit?

In welchen Fällen besteht ein Anspruch gegenüber dem Gegner auf Erstattung der eigenen Rechtsanwaltskosten?

Ist eine Terminvereinbarung erforderlich?

Ist sichergestellt, dass von mir erteilte Informationen nicht weitergegeben werden?


Welche Unterlagen werden zur Mandatsbearbeitung benötigt?




Was kostet die Einschaltung eines Rechtsanwaltes?

Grundsätzlich richtet sich die Höhe der Vergütung nach den Bestimmungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). Maßgeblich für die Höhe der Gebühren ist das von Ihnen verfolgte wirtschaftliche Interesse, d.h. der Wert des geltend zu machenden oder abzuwehrenden Anspruchs sowie der Umfang der anwaltlichen Tätigkeit.
Beispiel:

Sie haben eine Forderung in Höhe von 3.000 €, die außergerichtlich geltend gemacht wird. In diesem Fall entstehen abhängig vom Umfang der Tätigkeit des Anwalts Kosten in Höhe von 134,95 € brutto bis 586,08 € brutto. Im Regelfall betragen die Kosten 316,18 € brutto.

Alternativ bieten wir Ihnen in geeigneten Fällen die Möglichkeit einer Abrechnung nach Stundenhonoraren bzw. die Vereinbarung einer Pauschalvergütung an.


zurück


In welchen Situationen ist es sinnvoll einen Rechtsanwalt einzuschalten?

 
Die Frage, wann es sich empfiehlt, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, hängt von verschiedenen Umständen ab. Maßgeblich ist hierbei für zivilrechtliche Angelegenheiten (zum Beispiel dem Erwerb einer Immobilie, dem Abschluss eines Bauvertrages oder eines langfristigen Mietvertrages und Ähnlichem, dem Abschluss eines Gesellschaftsvertrages usw.) zum einen die wirtschaftliche Tragweite des beabsichtigten Rechtsgeschäfts im Verhältnis zur persönlichen wirtschaftlichen Situation, zum anderen die Geschäftserfahrung der Beteiligten.
 
Vor einem Rechtsgeschäft, das für einen oder mehrere Beteiligte aufgrund seines Volumens und/oder seiner Dauer mit erheblichen wirtschaftlichen Belastungen verbunden ist, empfiehlt es sich, vorher rechtlichen Rat einzuholen. Dies gilt beispielsweise für den Erwerb einer Immobilie, den Abschluss eines Ehevertrages oder einer sonstigen güterrechtlichen Vereinbarung, den Abschluss eines langfristigen Mietvertrages, die Begründung von Wohnungseigentum, die Errichtung einer Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag), den Abschluss eines Vertrages über die Übertragung von Nutzungsrechten an einem urheberrechtlich geschützten Werk oder der Gründung einer Gesellschaft (GbR, oHG, KG, GmbH, AG usw.).
 
Auch die persönliche Geschäftserfahrung der Beteiligten ist bei der Frage, ob es sinnvoll ist, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, von Bedeutung. Hierzu lässt sich grundsätzlich sagen, dass immer dann, wenn eine zu unterzeichnende Vereinbarung oder Erklärung Regelungen beinhaltet, deren Auswirkung einem Beteiligten unklar erscheint, es sinnvoll ist, vorher Rechtsrat einzuholen.
 
Unabhängig davon sollte jedoch immer dann ein Rechtsanwalt konsultiert werden, wenn bei einer bereits vorhandenen Auseinandersetzung oder bei Vertragsverhandlungen auch die Gegenseite anwaltlich beraten ist oder über eine eigene Rechtsabteilung verfügt.
 
Im Arbeitsrecht sind zudem häufig gerichtliche und/oder tarifvertragliche Ausschlussfristen zu beachten. Insbesondere bei Erhalt einer Kündigung empfiehlt es sich daher für den Arbeitnehmer unverzüglich einen Rechtsanwalt zu konsultieren. Für den Arbeitgeber ist es sinnvoll, bereits vor dem Ausspruch einer Kündigung Rechtsrat einzuholen, um überprüfen zu können, ob hinreichende Gründe für eine Kündigung vorhanden sind.
 
Gleiches gilt bei Versagung einer beantragten Genehmigung in Verwaltungsverfahren (zum Beispiel: Versagung einer Baugenehmigung, einer Erlaubnis zum Betrieb einer Gaststätte oder ähnlichem); auch hier sind Widerspruchs- beziehungsweise Klagefristen zu beachten, so dass auch in diesem Fall unverzüglich ein Rechtsanwalt beauftragt werden sollte.
 
Im Falle von Ermittlungen im Rahmen eines Straf- oder Bußgeldverfahrens empfiehlt es sich ebenfalls bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Ermittlungen einen Rechtsanwalt einzuschalten um die eigenen Rechte im gebotenen Maß zu wahren.

zurück
 
 
In welchen Fällen trägt eine Rechtschutzversicherung die Kosten anwaltlicher Tätigkeit?
 
Erste Voraussetzung für die Eintrittspflicht einer Rechtschutzversicherung ist das Vorliegen eines sogenannten Versicherungsfalles. Dies bedeutet, dass von dritter Seite die Rechte des Versicherungsnehmers beeinträchtigt wurden.
 
Zweite Voraussetzung ist, dass der betroffene Versicherungsfall vom Leistungsumfang der Rechtschutzversicherung umfasst ist. Hierbei kommt es darauf an, welche Risiken vom Versicherungsschutz des Rechtschutzversicherungsvertrages umfasst sind. Nähere Informationen hierzu finden Sie in Ihrem Versicherungsschein und den zu Grunde liegenden allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung, welche ihnen mit dem Versicherungsschein von ihrem Rechtschutzversicherungsunternehmen ausgehändigt wurden. Die meisten Rechtschutzversicherungen bieten auch Serviceeinrichtungen an, in deren Rahmen der Versicherungsnehmer telefonisch oder per E-Mail den betroffenen Sachverhalt darstellen kann, um zu erfahren, ob Versicherungsschutz besteht.
 
Dritte Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles bereits eine Rechtschutzversicherungsvertrag bestand. Entscheidend ist hierbei, ob bei erstmaligem Vorliegen eines Versicherungsfalles in oben dargestelltem Sinn bereits eine Rechtschutzversicherung bestand.

zurück

 
In welchen Fällen besteht ein Anspruch gegenüber dem Gegner auf Erstattung der eigenen Rechtsanwaltskosten?
 
Voraussetzung für die Erstattungspflicht von Rechtsanwaltskosten ist regelmäßig das Vorliegen eines Schadensersatzanspruches gegenüber dem Anspruchsgegner. Ein solcher Schadensersatzanspruch kann sich aus unterschiedlichen Fallkonstellationen ergeben; die häufigsten Fälle sind gesetzliche Haftungsnormen (beispielsweise bei einem Verkehrsunfall oder bei Straftaten) oder vertraglichen Schadensersatzansprüche (Verzug mit einer Zahlungsverpflichtung, mangelhafte Leistungserbringung des Vertragspartners und Ähnliches). In diesen Fällen besteht Anspruch auf Erstattung sogenannter Rechtsverfolgungskosten. Dies bedeutet, dass der Anspruchsgegner die Kosten eines Rechtsanwalts zu erstatten hat.

zurück

 
Ist eine Terminvereinbarung erforderlich?
 
Grundsätzlich ist es sinnvoll, einen Termin zur Besprechung des Sachverhaltes zu vereinbaren, da nur auf diese Weise sichergestellt werden kann, dass der jeweilige Ansprechpartner auch zur Verfügung steht. Wir dürfen Sie daher bitten, vorab telefonisch oder per E-Mail einen Besprechungstermin zu vereinbaren. Im Rahmen dieses Gespräches wird dann auch bereits die Frage geklärt, welche Unterlagen zu dem Besprechungstermin mitzubringen sind beziehungsweise bereits zur Vorbereitung dieses Besprechungstermines zu übersenden sind. In der Regel können Sie - soweit terminbedingt möglich - kurzfristig, das heißt innerhalb weniger Tage, einen Besprechungstermin vereinbaren.
 
Sofern Sie einen Besprechungstermin vereinbart haben, entstehen in der Regel keine Wartezeiten. Um dies gewährleisten zu können, bitten wir jedoch darum, vereinbarte Termine pünktlich wahrzunehmen.

zurück

 
Ist sichergestellt, dass von mir erteilte Informationen nicht weitergegeben werden?
 
Rechtsanwälte sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften dazu verpflichtet, Informationen, die ihnen im Zuge der Bearbeitung eines Mandates erteilt werden, nicht an Dritte weiterzugeben, sofern der Mandant hierzu kein Einverständnis erteilt hat. Demgemäß werden Informationen, welche sie uns im Zuge der Mandatsbearbeitung erteilen, ohne ihr Einverständnis nicht an Dritte weitergegeben. Dies gilt selbstverständlich auch für uns im Zuge der Mandatsbearbeitung bekannt gewordene persönliche Daten wie Geburtsdatum, Bankverbindung, Vermögenssituation etc.

zurück

 
Welche Unterlagen werden zur Mandatsbearbeitung benötigt?
 
Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten, da sie von der Art des zu bearbeitenden Mandates abhängt. Für bestimmte Rechtsgebiete, wie das Arbeitsrecht, Familienrecht und Verkehrsunfallrecht stehen Ihnen unter der Rubrik Download Fragebögen zur Verfügung, aus denen sie die erforderlichen Angaben ersehen können.
 
Im übrigen sind regelmäßig die Vertragsunterlagen, also schriftliche Verträge, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine etc., zur Bearbeitung eines Mandates erforderlich, sofern vertragliche Ansprüche geltend gemacht werden sollen. Die näheren Einzelheiten sollten jedoch zur Vermeidung von Verzögerungen bei der Bearbeitung im Rahmen der Terminvereinbarung mit unserer Kanzlei beziehungsweise dem jeweiligen Sachbearbeiter abgestimmt werden.

zurück